Mittwoch, 22. September 2010
Anschlag auf Militärparade
Kairo - Nach einem Bombenanschlag auf eine Militärparade in Iran beschuldigt die Regierung in Teheran die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten, hinter der Tat zu stecken. Bei dem Anschlag auf eine Parade in Mahabad im kurdischen Nordwesten starben mindestens zwölf Zuschauer. Die meisten Toten sollen Frauen und Kinder sein. Offenbar war die Bombe in einem Gebüsch nahe der Ehrentribüne versteckt und ferngezündet worden. Bei dem Anschlag wurden auch mehr als 70 Menschen verletzt. Der Gouverneur der Provinz West-Aserbaidschan, Wahid Dschalalsadeh, machte 'Konterrevolutionäre' und damit die in Iran aktive kurdische Untergrundgruppe PJAK für die Tat verantwortlich. Die militante 'Partei für ein freies Leben in Kurdistan' kämpft für mehr Autonomie der iranischen Kurden. Dschalalsadeh sprach aber auch von 'ausländischen Regierungen', die Terrorgruppen in Iran unterstützten. 'Diese Attacke hat seine Wurzeln im Ausland. Die USA und ihre Verbündeten sind in der Region aktiv', sagte er. Teheran hat die USA, Großbritannien und Israel schon früher beschuldigt, iranische Untergrundgruppen zu unterstützen. ave
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